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Exhibition
30.05.2009 - 23.08.2009
Sammlungsflügel
Spot on 03
Projekträume im museum kunst palast
SPOT ON ist der Titel einer im Jahr 2008 erfolgreich gestarteten Ausstellungsreihe im museum kunst palast, bei der im halbjährlichen Rhythmus in unterschiedlich inszenierten Projekträumen Werke oder auch Werkgruppen gezeigt werden, die es neu oder wieder zu entdecken gilt.
In der dritten Staffel der SPOT ON-Reihe präsentiert das museum kunst palast nun drei Projekträume: ERIK VAN LIESHOUT. Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf Die Arbeiten des niederländischen Künstlers Erik van Lieshout (*1968) sind Neuerwerbungen der Sammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf , die als Dauerleihgabe dem museum kunst palast überlassen werden. Sein Film Rotterdam-Rostock entstand für die Berlin Biennale 2006 auf einer Fahrradtour des Künstlers von Rotterdam nach Rostock; hier berichtet er von seinen Erfahrungen mit den Menschen, die ihm auf seinem Weg begegnen. Weiterhin wird eine Gruppe von 12 Arbeiten auf Papier gezeigt. Die Sammlung der Stadtsparkasse Düsseldorf realisiert im Rahmen einer langfristigen Kooperation mit dem museum kunst palast den Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst, die als Dauerleihgabe in die Sammlungen des Museums eingeht. DAS BORNGRÄBER-ZIMMER. Neues Deutsches Design „Können Sie mit sooo etwas auch morgen noch leben?“ wurde Christian Borngräber, Designer, Designtheoretiker und Promoter, in seiner Wohnung von einem Redakteur gefragt, der 1985 auf die eigenartige Sitzgruppe im Wohnzimmer deutete: Um einen Teetisch von Hermann Waldenburg aus Plexiglas und rostigem Stahlblech standen dort der Consumer’s Rest Lounge-Chair von Stiletto - ein zum Sessel umgearbeiteter Einkaufswagen - und ein Ecksofa nach eigenem Entwurf, dessen Bezugsmaterial aus grauem, atmungsaktiven Plastikstretch aus einer Autosattlerei, das schwarzweiße Kuhfell direkt vom Schlachthof stammte. Anfang der 1980er Jahre waren in Deutschland auf breiter Ebene neue Designentwicklungen zu beobachten. Anfangs noch dem konzeptionellen Design der Italiener folgend, schufen die deutschen Designer jedoch schnell ein eigenes Vokabular. Bisher im Wohnbereich unerwünschte Dinge und Materialien wurden reizvoll und plötzlich ‚Möbel-würdig’. Kunsthandwerkliches, Technisches, Kitschiges, Banales, Triviales, schockierend Provokatives und modisch Arriviertes wurde benutzt, um traditionelle Geschmacksmuster kritisch zu hinterfragen. Dabei verwischten sich die Grenzen zwischen den Disziplinen Design, Kunst und Mode. GOLDRUBINGLAS. Eine Berliner Privatsammlung und die Bestände des Glasmuseums Hentrich Eine bislang noch nie der Öffentlichkeit präsentierte Privatsammlung von Goldrubingläsern der Barockzeit aus Berlin steht im Mittelpunkt dieses Projektraumes im Glasmuseum Hentrich. Zudem werden mit den Goldrubingläsern des Glasmuseum Hentrich Werke in den Blick gerückt, die zum Besten gehören, was die Düsseldorfer Sammlung an Glaskunst des 17. und 18. Jahrhunderts zu bieten hat. Der Ursprung des GOLDRUBINGLAS ist dem Alchemisten Johann Rudolf Glauber zu verdanken, der nur durch Zufall gegen Mitte des 17. Jahrhunderts entdeckte, dass in Lösung gebrachtes Gold unter Beimischung von Zinn eine leuchtend purpurrote Farbe annimmt und Glas rubinrot zu färben vermag. Die Produktion von Goldrubingläsern ließ jedoch noch einige Zeit auf sich warten und erst der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm I. errichtete 1674 in der Nähe von Potsdam eine Glashütte, in der unter der Leitung von dem Glasmacher Johann Kunckel schließlich die Laborexperimente Glaubers auf die Hüttenproduktion übertragen werden konnten. So entstanden in Potsdam in den 1680er Jahren die ersten Goldrubingläser. Sie lösten großen Enthusiasmus aus, und die Fürsten des Heiligen Römischen Reiches trachteten danach, solche Gläser für ihre Sammlungen zu bekommen. Zur Presselounge | ![]() Erik van Lieshout Ohne Titel, 2008 Mischtechnik auf Papier 33,5 x 22,5 Sammlung Sparkasse, Düsseldorf Courtesy Galerie Bob von Orsouw, Zürich (c)2009 Erik van Lieshout ![]() Gerippte Flasche mit Silberfassung Süddeutschland, um 1700 Glasmuseum Hentrich / museum kunst palast, Düsseldorf ![]() Wohnzimmer Christian Borngräber, Berlin, 1993 Vordergrund: „Schiitischer Stuhl“, Siegfried Michail Syniuga, 1984; Gemälde „Rote Pumps“, Horst Reitz, 1981/82 |



